Reinhardt, Sven: Umweltkommunikation im Spannungsfeld der Anspruchsgruppen eines Unternehmens / Sven Reinhardt
Taunusstein : Driesen, 2008 (Driesen Wirtschaftswissenschaften). 315 S., 19 cm. - Zugl.: Hohenheim, Universität, Dissertation, 2007. ISBN 9783868660890, Softcover, 37,00 Euro Unternehmen befinden sich branchenübergreifend in einer ökologischen Diskussion. Das Interesse der Öffentlichkeit an den Auswirkungen eines Unternehmens auf die Umwelt durch seine Produktion oder Produkte hat sich gegenwärtig auf hohem Niveau etabliert. Auch für die Zukunft rechnen deutsche Unternehmen damit, dass von ihnen ein stärkeres Engagement im ökologischen und gesellschaftlichen Bereich gefordert wird bzw. sie selbst in diesem Bereich in stärkerem Maße eigene Initiativen ergreifen werden. Die Kommunikation von Umweltthemen in der Öffentlichkeit ist eine wichtige Voraussetzung für Unternehmen, um sich profilieren und ökologisch motivierte Marktvorteile ausschöpfen zu können. Nur wenn es einem Unternehmen gelingt, die Öffentlichkeit mit seinem Anliegen zu erreichen und zu überzeugen, kann es erfolgreich sein. Sven Reinhardt untersucht, welche Bedeutung die internen und externen Anspruchsgruppen für die Umweltkommunikation eines Unternehmens haben, nimmt eine umfassende Darstellung der Umweltkommunikation und ihrer Instrumente vor und ergänzt diese durch Praxisbeispiele. Der Autor beleuchtet die Voraussetzungen und Grundlagen für eine glaubwürdige und erfolgreiche Umweltkommunikation, untersucht die Interdependenzen zwischen Umwelt- und Nachhaltigkeitskommunikation und stellt darüber hinaus dar, wie sich Umwelt- und Nachhaltigkeitskommunikation in der Unternehmenspraxis gestalten. Dabei geht er zunächst auf verschiedenen Leitfäden und Richtlinien zur Umwelt- und Nachhaltigkeitskommunikation ein und stellt "best practise" Beispiele vor. Mit Hilfe einer Unternehmensbefragung und personalisierten Interviews werden empirische Daten zur Umwelt- und Nachhaltigkeitskommunikation gewonnen und ausgewertet sowie Handlungsempfehlungen gegeben. Der Autor: Jahrgang 1976; Studium der Wirtschaftswissenschaften an der Universität Hohenheim; Promotion am Lehrstuhl für Umweltmanagement an der Universität Hohenheim; derzeit Tätigkeit für das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie.
Vorwort Die vorliegende Arbeit wurde im Juli 2007 von der Universität Hohenheim als Dissertation angenommen. An dieser Stelle möchte ich meinen Dank an all diejenigen aussprechen, die mich während der Erstellung der Arbeit unterstützt haben. Zunächst danke ich meinem verehrten Doktorvater Herrn Prof. Dr. Werner F. Schulz für die wertvollen Diskussionsbeiträge, Denkanstöße und fachlichen Hinweise, mit denen er mich über den gesamten Zeitraum begleitet und damit wesentlich zum Gelingen dieser Arbeit beigetragen hat. Mein weiterer Dank gilt Frau Prof. Dr. Claudia Mast für die Übernahme des Zweitberichtes sowie Herrn Prof. Dr. Markus Voeth für die Übernahme des Vorsitzes beim Kolloquium. Desweiteren bedanke ich mich beim Lehrstuhl für Umweltmanagement der Universität Hohenheim, insbesondere bei Frau Ursula Brendle und Herrn Dr. Volker Diffenhard, für die unkomplizierte Bereitstellung von Unterlagen und die Unterstützung bei der Unternehmensbefragung. Ich bedanke mich bei allen Unternehmen und den Ansprechpartnern, die an der Unternehmensbefragung und den Interviews teilgenommen haben. Mit ihrer aufgeschlossenen und hilfsbereiten Beantwortung der Fragen und der Bereitstellung von Informationsmaterial haben sie einen wichtigen Beitrag zu dieser Arbeit geleistet. Besonders danke ich Frau Dr. Katarina Bergfeld für ihre Unterstützung und Anregungen sowie ihre Ermunterungen während der ganzen Zeit. Ebenso danke ich Frau Ulrike Kardenbach für die zahlreichen Anmerkungen beim Korrekturlesen. Mein Dank gilt auch meinem Arbeitgeber, der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, insbesondere Frau Katherina Reiche MdB und Herrn Dr. Peter Paziorek, die mir die notwendigen Freiräume und Flexibilität eingeräumt haben, damit ich die vorliegende Dissertation anfertigen konnte. Ganz besonders danke ich meinen Eltern und meinen Freunden für deren Unterstützung, ohne die diese Arbeit nicht möglich gewesen wäre. Ihnen ist diese Arbeit gewidmet. Berlin, März 2008 Sven Reinhardt
Aus dem Inhalt:
Vorwort 1 Einleitung 1.1 Problemstellung 1.2 Zielsetzung und Aufbau der Arbeit 2 Umweltbelastung als Basisdeterminante 2.1 Das Unternehmen in seiner Umwelt 2.2 Umweltökonomische Grundlagen 2.2.1 Öffentliche Güter 2.2.2 Externe Effekte 2.3 Umweltbeziehungen der Produktion 2.4 Zusammenfassung 3 Die Bedeutung des Umweltschutzes für das unternehmerische Handeln 3.1 Einfl ussfaktoren auf das Umweltschutz engagement eines Unternehmens 3.1.1 Politische Einfl ussfaktoren 3.1.2 Rechtliche Einfl ussfaktoren 3.1.3 Wirtschaftliche Einfl ussfaktoren 3.1.4 Gesellschaftliche Einfl ussfaktoren 3.2 Umweltschutz als Unternehmensziel 3.3 Umweltschutzstrategien eines Unternehmens 3.4 Zusammenfassung 4 Grundlagen und Bereiche der Umweltkommunikation 4.1 Das Anspruchsgruppenkonzept als Grundlage für die Umweltkommunikation 4.2 Umweltkommunikation als Bestandteil der Unternehmenskommunikation 4.3 Der Begriff Umweltkommunikation 4.4 Der Begriff umweltorientiertes Marketing 4.5 Ziele und Prinzipien der Umweltkommunikation 4.6 Anforderungen an die Umweltkommunikation 4.7 Instrumente der Umweltkommunikation 4.7.1 Umweltorientierte Werbung 4.7.2 Umweltorientierte Verkaufsförderung 4.7.3 Umweltsponsoring 4.7.4 Ecotainment 4.7.5 Umweltberichterstattung 4.7.6 Umweltorientierte Krisenkommunikation 4.7.7 Umweltorientierte Risikokommunikation 4.7.8 Umweltmediation 4.7.9 Politische Umweltkommunikation 4.7.10 Umweltorientierte Investor Relations 4.7.11 Interne Umweltkommunikation 4.8 Zusammenfassung 5 Von der Umwelt- zur Nachhaltigkeitskommunikation? 5.1 Das Leitbild einer Nachhaltigen Entwicklung 5.2 Das Konzept der Corporate Social Responsibility 5.3 Der Begriff Nachhaltigkeitskommunikation 5.4 Anforderungen an die Nachhaltigkeitskommunikation ...... 5.5 Nachhaltigkeitsberichte als Instrument der Nachhaltigkeitskommunikation 5.6 Internetgestütze Nachhaltigkeits berichterstattung 5.7 Zusammenfassung 6 Umwelt- und Nachhaltigkeitskommuni kation in der Unternehmenspraxis 6.1 Externe Umweltkommunikation: Umwelterklärung, Umweltberichte und Nachhaltigkeitsberichte 6.1.1 Die Umwelterklärung der EMAS-Verordnung 6.1.2 Der Umweltbericht nach der DIN 33922 6.1.3 Die G3-Guidelines der Global Reporting Initiative 6.1.4 Umweltkommunikation nach der ISO 14063 6.1.5 Best Practise: Auszeichnung und Ranking 6.1.5.1 Der Deutsche Umwelt Reporting Award 6.1.5.2 Ranking der Nachhaltigkeitsberichte 6.2 Interne Umweltkommunikation: Das Projekt "MIMONA" 6.3 Unternehmensbefragung 6.3.1 Beschreibung der Auswahl der Befragten und der Datenerhebung 6.3.2 Aufbau des Fragebogens und Darstellung der Untersuchungsfelder 6.3.3 Ergebnisse der Unternehmensbefragung 6.3.3.1 Allgemeine Unternehmensangaben 6.3.3.2 Anforderungen der Anspruchsgruppen an das Unternehmen 6.3.3.3 Instrumente und Ziele der Umweltkommunikation 6.3.3.4 Bedeutung der Umweltkommunikation .... 6.3.4 Fazit 6.4 Personalisierte Interviews 6.4.1 Beschreibung der Auswahl der Befragten und der Datenerhebung 6.4.2 Aufbau der Interviews und Darstellung der Untersuchungsfelder 6.4.3 Ergebnisse der Interviews 6.4.3.1 Systematisierung der Befragten 6.4.3.2 Verhältnis der Umweltkommunikation zur Nachhaltigkeitskommunikation 6.4.3.3 Schwerpunkte der Nachhaltigkeitskommunikation 6.4.3.4 Erfolgsfaktoren der Nachhaltigkeitskommunikation 6.4.4 Fazit 7 Schlussbetrachtung und Empfehlungen Anhang Literaturverzeichnis Literaturverzeichnis A ACCA/CorporateRegister (2004): Towards Transparency: progress on global sustainability reporting 2004, London, Internet: http://www.corporateregister.com /pdf/TowardsTransparency.pdf, Zugriff: 8.2.2007, 14.53 MEZ. 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