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    Schäfer, Kerstin: Der Fürstenaufstand gegen Karl V. im Jahr 1552 : Entstehung, Verlauf und Ergebnis - vom Schmalkaldischen Krieg bis zum Passauer Vertrag / Kerstin Schäfer

Taunusstein : Driesen, 2009 (Driesen Geschichtswissenschaft). 224 S.; 19 cm. Zugl.: Bamberg, Otto-Friedrich-Universität, Magisterarbeit, 2003. ISBN 9783868661101 Softcover, 29,00 Euro.
Der Fürstenaufstand bildete den Anfang des Endes der Regierungszeit Kaiser Karls V. Mit dem Ausgang des Schmalkaldischen Krieges im Jahr 1547 und den Beschlüssen des Augsburger Reichstages von 1548 wuchs die Unzufriedenheit im Reich. Daher schlossen sich mehrere protestantische Fürsten 1551 im Vertrag von Torgau und im Vertrag von Chambord mit dem französischen König Heinrich II zusammen. In ihrem Kriegszug drangen die verbündeten Fürsten nach Tirol vor, sodass der Kaiser von Innsbruck nach Villach floh. Dem französischen König gelang die Einnahme von Metz, Toul und Verdun. Den Schlusspunkt der Fürstenverschwörung stellt der Passauer Vertrag dar, der die Grundlage für den Augsburger Religionsfrieden von 1555 bildete.
Kerstin Schäfer beleuchtet in ihrer Arbeit die verschiedenen Gründe, die zur Entstehung des Fürstenbundes und des Kriegszuges gegen den Kaiser führten. Die Autorin zeigt den komplexen Weg bis zu einem Fürstenbündnis gegen Kaiser Karl V. und stellt den Verlauf des nachfolgenden Kriegszugs gegen den Kaiser dar. Schließlich setzt sie sich mit den Verhandlungen in Linz und Passau auseinander.
Die Autorin: Magisterstudium der Geschichte, der Archäologie des Mittelalters und der Neuzeit und der Denkmalpflege an der Otto-Friedrich Universität Bamberg; Zusatzqualifikation als Kulturmanagerin; zur Zeit Promotionsvorhaben am Lehrstuhl für Denkmalpflege in Bamberg über die Bauwerke der Eisenbahn in Oberfranken.
Aus dem Inhalt

Vorwort
Abkürzungsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Untersuchungsgegenstand und Problemstellung
1.2 Quellen- und Literaturlage
1.3 Der religiöse und politische Hintergrund
2 Die Bildung einer antikaiserlichen Haltung im Heiligen Römischen Reich deutscher Nation
2.1 Die Oppositionsbildung vor dem Fürstenbund
2.2 Der Schmalkaldische Krieg
2.3 Der "geharnischte Reichstag" in Augsburg 1547/48
3 Die Bildung einer Opposition gegen Kaiser Karl V
3.1 Die Gründe der oppositionellen Haltung des Kurfürsten Moritz von Sachsen
3.2 Erste Bündnisbildungen einzelner Fürsten
3.3 Erste Annäherung des Kurfürsten Moritz von Sachsen an Frankreich
4 Die Entstehung des Fürstenbundes und dessen Bündnispolitik
4.1 Die Belagerung von Magdeburg und der Verdener Vertrag
4.2 Vom Verdener Vertrag zum Torgauer Vertrag
4.3 Die Bündnisverhandlungen mit Frankreich
4.4 Der Vertrag von Chambord und die Verhandlungen von Friedewald
5 Die innenpolitischen Probleme des Heiligen Römischen Reichs deutscher Nation
5.1 Der spanische Sukzessionsplan
5.2 Der Reichstag zu Augsburg 1550/51
6 Die Warnungen vor einer Fürstenverschwörung
7 Der Kriegszug des Fürstenbundes gegen Karl V
7.1 Die Ausschreiben der deutschen Fürsten und des französischen Königs Heinrich II
7.1.1 Die Ausschreiben der Kriegsfürsten, des Markgrafen Albrecht Alcibiades von Brandenburg-Kulmbach und des Kurfürsten Moritz von Sachsen
7.1.2 Das Ausschreiben des französischen Königs Heinrich II
7.2 Der Kriegszug
7.2.1 Der Beginn des Feldzugs bis zu den Verhandlungen von Linz
7.2.2 Die Verhandlungen von Linz
7.2.3 Der Feldzug der Kriegsfürsten nach Tirol
7.2.4 Die Flucht des Kaisers nach Villach
7.2.5 Der Zug der verbündeten Fürsten nach Innsbruck
7.3 Die Friedensverhandlungen von Passau
7.3.1 Das Verhältnis Kaiser Karls V. und König Ferdinands I zum Reich
7.3.2 Der Passauer Vertrag
8 Die fürstlichen Gegenspieler Kaiser Karls V.
8.1 Kurfürst Moritz von Sachsen
8.2 Markgraf Albrecht Alcibiades von Brandenburg-Kulmbach
8.3 Markgraf Johann von Brandenburg-Küstrin
8.4 Landgraf Wilhelm IV. von Hessen-Kassel
8.5 Herzog Johann Albrecht I. von Mecklenburg
9 Ausblick
10 Zusammenfassung
Quellenverzeichnis
Literaturverzeichnis